Geschichte
Die Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte e.V. wurde am 10. Februar 1955 gegründet. Um der archäologischen Forschung im Land Bremen eine verlässliche Verankerung und Rückendeckung in der Öffentlichkeit zu verschaffen, initiierten der Pädagoge Oberstudiendirektor Friedrich Walburg, Dr. Karl Heinz Brandt und der Politikpolitiker Wilhelm Ahrens die Gründung der Gesellschaft. Walburg übernahm den ersten Vorsitz, während Brandt als Stellvertreter fungierte und 1959 den Vorsitz übernahm.
Ein zentrales Anliegen der Gesellschaft war von Beginn an die Vermittlung archäologischen Wissens sowie die Unterstützung der Bodendenkmalpflege. Bereits kurz nach der Gründung richtete die Gesellschaft 1956 das 7. Internationale Sachsensymposium in Bremen aus. Öffentliche Vorträge prominenter Wissenschaftler, regelmäßige Studienfahrten im In- und Ausland sowie der Aufbau eines Archäologischen Arbeitskreises prägten das Vereinsleben über Jahrzehnte hinweg.
1960 wählte man als Vereinsemblem die Darstellung eines bronzezeitlichen Sonnenschiffs auf einem in Bremen gefundenen Bronzemesser. Nach einem deutlichen Rückgang der Mitgliederzahlen übernahm Karl Heinz Brandt 1992 erneut den Vorsitz und konsolidierte den Verein nachhaltig. Seit mehr als einem Jahrzehnt (Stand: 2026) liegt der Vorsitz des Vereins beim Dr. Dieter Bischop.
Neben der Wissensvermittlung versteht sich die Gesellschaft bis heute als Anwältin des archäologischen Erbes. Das bei der Gründung wesentliche Ziel, ein Bewusstsein für die Ur- und Frühgeschichte im bremischen Raum dauerhaft zu fördern, ist bis heute Schwerpunkt unserer Vereinsarbeit.
Einen ausführlichen Überblick zu den ersten 50 Jahren des Vereins bietet Karl Heinz Brandt: 50 Jahre Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte e.V. 1955–2005, Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte, Bremen 2005, die hier (PDF, 14 MB) heruntergeladen werden kann.